Erste Annäherungsversuche an die Portfolio-Arbeit

Portfolio. In den letzten paar Jahren ist das Wort in den Lehrerfortbildungsseminaren immer häufiger vorgekommen. Was genau ich mir darunter vorstellen sollte, war mir eher unklar. Und so habe ich mich immer ein bisschen davor gedrückt, mich näher mit dem Thema auseinanderzusetzten. Jetzt ist es ja wohl unvermeidbar… 😉

Ich habe mir schon einige Beiträge zu diesem Thema auf der Plattform angeschaut. Was mich beruhigt: Es gibt keine strenge und eng begrenzte Definition. Platz also für Kreativität. Das mag ich. Und die beste Nachricht überhaupt: Portfolio heißt nicht unbedingt (nur) Arbeit auf und mit Papieren. Ich bin wirklich schlecht im Umgang mit Papier. Was nicht sofort in den Ordner reinkommt, ist so wie weg. Und dann gibt es Sachen, die ich nicht richtig ordnen kann. Weil ich mich nicht entscheiden kann, in welchen Ordner ich es reintun soll. Oder weil es in mehrere Ordner rein paßt. Und wenn ich das alles sogar hinkriege, dann ist der Ordner am falschen Ort. Ich möchte zu Hause ein Dokument haben, und der Ordner ist unglücklicherweise in der Schule. Und umgekehrt. Da Portfolio-Arbeit auch per Internet gemacht werden kann, bringt diese Tatsache mir, der extrem Praxisorientierten, Hoffnung, das ich doch noch Gefallen daran finden könnte und tatsächlich versuchen werde, die Idee im Unterricht in Tat umzusetzeten. Es fragt sich im Moment nur, wie genau. Und darum bin ich ja hier, um dies herauszufinden…

Was mich dabei noch erfreute – Portfolio-Arbeit kenne ich (ohne es gewusst zu haben) von meinen Kindern her. Die Erzieherinnen im Kindergarten machten für jedes Kind eine Mappe mit deren besten und gelungensten Werke. Eine sehr engagierte Erzieherin erstellte in jedem Schuljahr für jedes einzelne Kind ein kleines Büchlein mit Fotos, gelungenen und witzigen Aussagen, jeder Ausflug und jedes Fest wurden dokumentiert. Ich muss ehrlich sagen, es bringt sehr viel Positives, sowie als einzigartige Erinnerung für die Kinder und als tolles Feedback für die Eltern. Doch ich möchte lieber nicht daran denken, wie viel Zeit sie dafür gebraucht hat. Und dabei hatte sie „nur“ mit 24 Kindern zu tun. Ich habe durchschnittlich 32 Schüler in einer Klasse und unterrichte normalerweise in acht bis zehn Klassen.

Noch eines möchte ich mir hier vom Herzen schreiben. Ich gerate langsam in Panik, ob ich es schaffen werde, das Lernertagebuch so regelmäßig zu führen, wie es eigentlich von mir erwartet wird. Bei mir ist der Computer wirklich 24 Stunden pro Tag an. Und bei all dem ewigen und unendlichen Krach um mich herum sehne ich mich zwar innigst nach ein paar freien und ruhigen Minuten zwischendurch, um im WWW rumzustöbern, doch geht es meist leider nur splitterweise. 😦 Und Telegrammstil ist eigentlich eher nicht mein Ding….

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Published in: on Februar 29, 2008 at 7:27 pm  Comments (3)  

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3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Hallo Greta, ich mache gerade eine Reise durch die blogs und versuche, ein paar Spuren zu hinterlassen.. ich bin noch beim portfolio-forschen, aber – wie immer im Netz -braucht man viel Zeit!
    liebe Grüße
    Lydia

  2. Draga Greta,
    še od mene lep pozdravček! Z navdušenjem sem prebrala tvoj blog in našla tudi kakšno uporabno povezavo.
    Čestitam za naraščaj in ti/vam želim veliko lepih trenutkov!
    Saša Podgoršek

  3. Hier zählt wirklich jede Meinung – super


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