Eingemauert

Veröffentlicht in:  on November 10, 2009 at 11:04 Kommentar schreiben

Sophie Scholl: Die letzten Tage

Ein ergreifender Film über die letzten Tage der 21-jährigen Sophie, die sich dem Nazismus widersetzt hat und dafür mit ihrem Leben bezahlen musste.  Mehr dazu auf Wikipedia. Hier auch der Trailer zum Film.

SophieScholl.DVD

Veröffentlicht in:  on November 7, 2009 at 6:34 Kommentar schreiben

Gegen die Wand

Gegen die Wand ist ein toller mehrmals prämierter  Film, den man gerne im Unterricht einsetzen soll, wenn es um die Ausländerproblematik in Deutschland geht. Vielleicht aber eher Sequenzweise, ein paar Szenen sind gewaltig und ein paar sind extrem naturalistisch. Ihr versteht schon, was ich meine… ;o)

gegen die Wand

Hierzu das Filmheft und eine Rezension zum Film.

Veröffentlicht in:  on at 6:21 Kommentar schreiben

Barfuss

Ewig habe ich mir nicht die Zeit genommen, um mir in Ruhe einen Film anzusehen. Diesmal ließ ich mich nicht stören. Barfuss ist einfach ein toller Film.

barfuss

Barfuss Trailer

 

 

Veröffentlicht in:  on at 4:06 Kommentar schreiben

Landeskunde im Unterricht

Hallo Leute,

wieder mal war kurz Sendepause, obwohl ich fast jeden Tag kurz hineingeschaut habe. Es war einfach zu viel los bei uns… Landeskunde ist eines meiner Lieblingsthemen im Unterricht. Wenn ich von mir ausgehe, dann ist gerade Landeskunde das Thema, das mich beim Fremdsprachenlernen am meisten anspricht. Wenn ich eine Sprache lerne, dann bin ich bestimmt dadurch motiviert, irgendwann mal die Gelegenheit zu haben und meine Kenntnisse auszuprobieren. Als ich noch zur Schule ging, waren die Möglichkeiten jedenfalls viel geringer als heute. Es gab keine preisgünstigen Fluganbieter, und das Internet, Skype, Moodle, Chatrooms und sonstiges gab es erst recht nicht. Es blieb uns eigentlcih nur das Fernsehen (natürlich kein Kabelfernsehen…), das Radio und Zeitschriften.

Ich werde niemals meinen Französischlehrer vergessen, dem ich unter anderem zu verdanken habe, das ich so bin , wie ich bin. Er hat mich für meine pädagogische Mission in Begeisterung versetzt und die ganze Zeit dabei unterstützt. Er hat in den damaligen Zeiten schon die ganze Zeit Landeskunde in den Unterricht integriert. Wie erfolgreich er dabei war, kann man auch daran erkennen, dass unsere Klasse die Abireise nicht nach Spanien oder eine sonstige Küstenstadt machen wollten. Nein, wir wollten nach Paris, und zwar mit dem Französischlehrer, und wir kannten uns schon recht gut aus, als wir dort ankamen….. Also versuchte ich seinem Vorbild auf meine Art zu folgen.

Ich arbeite mit SchülerInnen, die nicht unbedingt alle hochmotiviert sind für den Deutschunterricht. Das Unterrichtskonzept in Slowenien ist meist immer noch so, dass die Lehrkraft irgendwas erklärt und die SchülerInnen brav zuhören. Das gefällt den Lernenden auch nahezu perfekt. Denn dabei muss man sich ja nicht anstrengen und auch keine Verantwortungen für die eigenen Kenntnisse übernehmen. Denn die Lehrkraft ist ja sooooooooo unendlich langweilig. Außerdem ist bei uns der Einfluss des Staats und der Gesetzgebung im Unterricht erheblich. Ich weiß nicht, wie das in den anderen Ländern funktioniert, doch ich fühle mich in meinem Klassenzimmer nicht autonom genug, denn eigentlich wird ja fast jedes Wort, das ich ausspreche, jede Handlung, die ich vornehme, durch irgendwelches „schülerfreundliches“ Regelement bestimmt. Ich versuche, innerhalb dessen trotzdem meinen Freiraum zu schaffen und doch den rigiden Vorschriften nachzukommen.

Doch nun zu meinem Landeskundeunterricht. Ich habe mir überlegt, in den vierten abschließenden Jahrgängen mündliche Noten auf Grund von landeskundlichen Referaten bzw. mündlichen Auftritten nach Wahl der Schüler zu erwerben. Die Schüler wählen ein Thema, das die deutschsprachigen Länder betreffen soll. Es kann um Sport, Esskultur, Theater, Pop und Rock, klassische Musik, Städte und Reisen oder was auch immer gehen. Obwohl anfangs eher skeptisch und mit Panik haben die Schüler dann diese meine Idee doch akzeptiert und den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Und die Stunden sind meistens auch phantastisch ausgefallen. Ich werde nie das nach Weihnachtsmarkt in Wien duftende und mit Kerzenschimmer beleuchtete Klassenzimmer vergessen. Auch die Schokoladendegustation bleibt mir ewig in Erinnerung. Ich habe mich überzeugen lassen, dass Rammstein auch für meine empfindlichen Ohren gut klingen kann. Endlich weiß ich, wer Dirk Nowitzki ist. Auch über Hitler und den 2. Weltkrieg wird manchmal referiert. Wir haben auch Songs von Yvonne Catterfeld mit Gitarrenbegleitung gesungen. Und so wie mir ergeht, wird es wohl so manchen Lernenden auch ergehen. Und Deutsch war auf einmal nicht mehr so schrecklich.

Was mir dabei sehr wichtig ist – ich wollte die Referate unbedingt benoten. Und zwar wollte ich, dass die Lernenden dabei auch Einfluss haben. Also formulierte ich ein Bewertungsformular mit klar gesetzen Kriterien. Die Lernenden können selber entscheiden inwiefern sie sich Mühe geben wollen. Je mehr sie machen, desto höher wird die Note. Und ich muss sagen, die meisten sind überraschenderweise ganz schön ambiziös geworden. Auch in der Evaluierungsphase komme ich immer wieder zu erfreulichen Ergebnissen. Die Lernenden müssen sich für diese Note viel mehr Mühe geben und verbrauchen wesentlich mehr Zeit zur Vorbereitung als beim klassischen Abfragen. Und das nenne ich Erfolg.

Hier ist noch das von mir erstellte Bewertungsformular.

Fotogalerie

Veröffentlicht in:  on April 10, 2008 at 2:55 Kommentare (2)

Popmusik im DaF-Unterricht als Eisbrecher und Kommunikationsbrücke zwischen den Lehrenden und den Lernenden

So hieß mein Beitrag auf der 13. IDT 2005 in Graz. Ist zwar kein digitales Arbeitsblatt (das kommt noch…), vielleicht aber doch ganz interessant und im Kontext der derzeitigen Diskussion im MMF-Kurs. Wer möchte, kann gern mal reinklicken…

Popmusik im DaF-Unterricht als Eisbrecher und Kommunikationsbrücke zwischen den Lehrenden und den Lernenden

Veröffentlicht in:  on März 15, 2008 at 8:15 Kommentare (1)

Deutschpop-Festival 2008 – Die Präsentation

Endlich Ruhe um mich herum. Meine kleinste ist heute neun Monate alt geworden. Die mittlere wurde in die Orffinstrumentalgruppe auf ihrer Schule aufgenommen. Die älteste hatte einen Tanzauftritt für eine Lehrerin, die Abschied nahm. Und ich sollte eigentlich eine Urkunde übersetzen. Es eilt, wie immer, doch eigentlich bin ich doch zu kaputt, um mich konzentriert mit dem Text auseinanderzusetzen. Ich darf da keine Fehler machen. Und einschlafen kann ich auch nicht, da ich weiß, ich habe noch zu tun. Also eine Kompromiss-Lösung: die MMF3-Aufgabe!

Die Idee kam mir schon, als ich mit Mia am Ufer der Savinja in der Frühlingsonne meine alltägliche Strecke ging. Einige  Links waren schon vorgepeichert. Wie bei jedem Projekt ist die Vorarbeit am wichtigsten. Der Rest ging heute relativ schnell. Nun, wenn man knappe vier Stunden als schnell bezeichnen darf….

Nun, hier ist meine Präsentation. Ich hoffe, ich habe damit die Erwartungen der Kursleitung erfüllt…..

Deutschpop-Festival 2008

Veröffentlicht in:  on März 12, 2008 at 11:10 Kommentare (4)

Es poppt und rockt im Klassenzimmer

Als ich 2005 in Graz an der 13. IDT teilnahm, lernte ich einen phantastischen Deutschlehrer aus den USA kennen: Dr. Mohamed Esa. Er brachte mich mit seiner Energie und seinem Humor mehrmals zum herzlichsten Lachen, vor allem aber hat er mir ganz ganz tolle und wichtige Sachen beigebracht: wie geht man bei einer Didaktisierung eines Liedes am besten vor. Und vor allem: er machte mich mit den Wise Guys vertraut. Eine deutsche Accapella-Gruppe. Das heißt – keine Instrumente, nur die Stimmen der geistreichen jungen Herren. Ich war sofort von ihnen begeistert. Wollt ihr nicht mal reinhören und reinsehen? Jetzt ist Sommer!

Als zweites wollte ich das provokative Lied Jeanny von Falco ansprechen. Zwanzig Jahre ist es inzwischen alt und fast wäre unser Haus mal in die Luft geflogen, als ich damals im Teenager-Alter versuchte, es vom Radio auf Kassette aufzunehmen, bevor es verboten wurde. Auch heute spricht das Lied die Schüler immer noch (wenn nicht sogar immer mehr) an. Auch geht die Geschichte weiter. Hier ist Coming Home (Jeanny Part II)

Und hier mein absoluter Lieblingssong: Das Beste von Silbermond

Ansonsten muss ich schmunzelnd feststellen, dass ich schon voriges Jahr etwas Vorarbeit zum aktuellen Thema in meinem Blog geleistet habe. Vielleicht habt ihr ja Lust, in meinem Beitrag Musik kennt keine Grenzen was interessantes für euch zu finden.

Veröffentlicht in:  on März 8, 2008 at 5:18 Kommentare (5)

Portfolio II

Hallo Leute,

wieder sind ein paar Tage um. Ich war zwar jeden Tag kurz da, aber hinterlies kaum Spuren, da meinen stationären Computer anscheinend etwas bösartiges befallen hat. Da versuchte ich selbst zu retten, was zu retten war. Jetz kommt er doch in professionelle Behandlung. Zum Glück ist da noch mein Laptop… Es ist ja doch so einsam, wenn ich nicht irgendwie ins Netz komme.

 Zu meiner Arbeit neulich. Ich las die beiden Artikel von Hannele Kara und von Reinhard Donath. Beide sind höchst interessant fü mich. Am besten gefielen mir die beigefügten Bewertungskriterien. Das ist leicht in die Praxis umzusetzen, obwohl ich den Text umverfassen (vereinfachen) muss, wenn ich möchte, dass er für meine Schüler verständlich ist und somit auch Sinn hat.

Ich habe auch die bis vor ein paar Tagen veröffentlichten Blogeinträge und sonstige Beiträge gelesen, selbst zwei geschrieben. Und ehe ich mich so richtig besonnen hatte, waren vier Stunde um. Das Recherchieren im Net erfordert viel Zeit und meines Erachtens auch starke Selbtdisziplin, dass man sich einfach nicht allzusehr ablenken lassen darf. Schwer für mich, die Intuitive und unverbesserlich Neugierige…

Heute will ich einfach kurz ganz gespannt durch die Blogeinträge der KollegInnen surfen. Bei dieser Gelegenheit ein herzliches Dankschön an alle, die sich bei mir auf irgendwelche Weise gemeldet haben. Schön, von euch zu hören, zu lesen….

Veröffentlicht in:  on März 4, 2008 at 9:47 Kommentare (2)

Erste Annäherungsversuche an die Portfolio-Arbeit

Portfolio. In den letzten paar Jahren ist das Wort in den Lehrerfortbildungsseminaren immer häufiger vorgekommen. Was genau ich mir darunter vorstellen sollte, war mir eher unklar. Und so habe ich mich immer ein bisschen davor gedrückt, mich näher mit dem Thema auseinanderzusetzten. Jetzt ist es ja wohl unvermeidbar… ;-)

Ich habe mir schon einige Beiträge zu diesem Thema auf der Plattform angeschaut. Was mich beruhigt: Es gibt keine strenge und eng begrenzte Definition. Platz also für Kreativität. Das mag ich. Und die beste Nachricht überhaupt: Portfolio heißt nicht unbedingt (nur) Arbeit auf und mit Papieren. Ich bin wirklich schlecht im Umgang mit Papier. Was nicht sofort in den Ordner reinkommt, ist so wie weg. Und dann gibt es Sachen, die ich nicht richtig ordnen kann. Weil ich mich nicht entscheiden kann, in welchen Ordner ich es reintun soll. Oder weil es in mehrere Ordner rein paßt. Und wenn ich das alles sogar hinkriege, dann ist der Ordner am falschen Ort. Ich möchte zu Hause ein Dokument haben, und der Ordner ist unglücklicherweise in der Schule. Und umgekehrt. Da Portfolio-Arbeit auch per Internet gemacht werden kann, bringt diese Tatsache mir, der extrem Praxisorientierten, Hoffnung, das ich doch noch Gefallen daran finden könnte und tatsächlich versuchen werde, die Idee im Unterricht in Tat umzusetzeten. Es fragt sich im Moment nur, wie genau. Und darum bin ich ja hier, um dies herauszufinden…

Was mich dabei noch erfreute – Portfolio-Arbeit kenne ich (ohne es gewusst zu haben) von meinen Kindern her. Die Erzieherinnen im Kindergarten machten für jedes Kind eine Mappe mit deren besten und gelungensten Werke. Eine sehr engagierte Erzieherin erstellte in jedem Schuljahr für jedes einzelne Kind ein kleines Büchlein mit Fotos, gelungenen und witzigen Aussagen, jeder Ausflug und jedes Fest wurden dokumentiert. Ich muss ehrlich sagen, es bringt sehr viel Positives, sowie als einzigartige Erinnerung für die Kinder und als tolles Feedback für die Eltern. Doch ich möchte lieber nicht daran denken, wie viel Zeit sie dafür gebraucht hat. Und dabei hatte sie „nur“ mit 24 Kindern zu tun. Ich habe durchschnittlich 32 Schüler in einer Klasse und unterrichte normalerweise in acht bis zehn Klassen.

Noch eines möchte ich mir hier vom Herzen schreiben. Ich gerate langsam in Panik, ob ich es schaffen werde, das Lernertagebuch so regelmäßig zu führen, wie es eigentlich von mir erwartet wird. Bei mir ist der Computer wirklich 24 Stunden pro Tag an. Und bei all dem ewigen und unendlichen Krach um mich herum sehne ich mich zwar innigst nach ein paar freien und ruhigen Minuten zwischendurch, um im WWW rumzustöbern, doch geht es meist leider nur splitterweise. :-( Und Telegrammstil ist eigentlich eher nicht mein Ding….

Veröffentlicht in:  on Februar 29, 2008 at 7:27 Kommentare (3)